ECM Server Clustering – Ausfallsicherheit und Verfügbarkeit von ECM-Systemen (Teil 1 / 3 – Begriffsdefinition)

Häufig treffe ich in Workshops und Kundengesprächen auf Themen wie ECM Server Clustering, Ausfallsicherheit und Verfügbarkeit von Systemen. In diesem Bereich gibt es sehr viele unterschiedliche Begriffe und Bedeutungen.

Doch was wollen unsere Kunden? Hochverfügbarkeit? Load-Balancing? Hohe Import-Performance?

Die meisten Kunden wollen eine Kombination aller Punkte für alle eingesetzten EASY-Komponenten!

Folgende „Schlagworte“ fallen häufige in Infrastruktur- und Sizing-Workshops:

  • Hochverfügbarkeitscluster (ECM Server Clustering) mit dem Ziel der besseren Ausfallsicherheit / Hochverfügbarkeit (High Availability). Hier gibt es als Varianten das Aktiv / Aktiv – Cluster, Failover (Aktiv / Passiv) / Hot Standby, Failover (Aktiv / Passiv) / Cold Standby.
  • Load-Balancing Cluster mit dem Ziel die Last auf mehreren Rechnern zu verteilen
  • High Performance Computing Cluster mit  dem Ziel die Abarbeitung von Aufgaben auf mehrere Knoten zu verteilen
  • Betriebssystem-Cluster am Beispiel von Windows oder Linux
  • „Virtualisiertes“ Cluster am Beispiel VMware HA mit vSphere


Begriffsdefinition

Spätestens hier, sollten wir mit einer genauen Definition beginnen. Die folgenden Begriffsdefinitionen stellen einen Auszug aus Wikipedia-Artikeln dar. Die kompletten Artikel können an den zugehörigen Links eingesehen werden.

Cluster

 Ein Rechnerverbund oder engl. Computercluster, bezeichnet eine Anzahl von vernetzten Computern, die von außen in vielen Fällen als ein Computer gesehen werden können. Ziel des „Clustering“ besteht meistens in der Erhöhung der Rechenkapazität oder der Verfügbarkeit gegenüber eines einzelnen Computers.

Weiterführende Informationen – Computercluster

Aktiv / Aktiv – Cluster

Ein Aktiv / Aktiv – Cluster ist ein Rechnerverbund, in dem mehrere Knoten gleichzeitig aktiv sind. Computercluster werden neben der Verteilung der Rechenleistung auch u. a. zur Sicherstellung der Verfügbarkeit von diversen Ressourcen verwendet. Wenn ein Knoten ausfällt, übernehmen die übrigen Knoten die Prozesse, es gibt praktisch keinerlei Ausfallzeiten, aber die gleiche Last muss nun von weniger Systemen übernommen werden.

Weiterführende Informationen- Aktiv/Aktiv-Cluster

Hochverfügbarkeit (High Availability)

Der Begriff Hochverfügbarkeit bezeichnet die Fähigkeit eines Systems, trotz Ausfall einer seiner Komponenten mit einer hohen Wahrscheinlichkeit (oft 99,99 % oder besser) einen ununterbrochenen Betrieb zu gewährleisten.

Weiterführende Informationen – Hochverfügbarkeit

Failover (Aktiv / Passiv) / Hot Standby

Failover bezeichnet eine Technologie aus der Informationstechnik, mit deren Hilfe Daten und Dienste hochverfügbar gehalten werden können. Unter einem Failover ist der ungeplante Wechsel von einem Primärserver zu einem zweiten Standby-System zu verstehen. Meist überwachen sich beide Server mittels eines sogenannten Heartbeats gegenseitig.

Weiterführende Informationen – Failover

Failover (Aktiv / Passiv) / Cold Standby

Cold Standby nennt man eine Verhaltensweise redundanter Komponenten (Ersatzserver) in einem IT-System. Bei einem Ausfall einer Komponente wird nicht automatisch wie beim Hot Standby die Ersatzkomponente aktiviert, sondern diese wird manuell durch einen Betreuer gestartet – was eine gewisse Ausfallzeit des Systems mit sich bringt.

Weiterführende Informationen  – Cold Standby

Load Balancing

Hierbei bilden mehrere Rechner einen Verbund, der sich nach außen meistens wie ein einzelnes System verhält. Dies wird mit Server Load Balancing-Verfahren realisiert. Einige mögliche Verfahren sind das Vorschalten eines Computers, der die Anfragen aufteilt oder die Verwendung von DNS mit dem Round-Robin-Verfahren.

Weiterführende Informationen- Load Balancing

Betriebssystem-Cluster

Bei einem Betriebssystem-Cluster (nicht ECM Server Clustering) wird das zugrunde liegende Operating System (OS) des Herstellers hochverfügbar implementiert.

Beispiel:

  • Microsoft Cluster Server / Service (MSCS) à Windows Server Failover Clustering
  • Component Load Balancing (CLB)
  • Network Load Balancing Services (NLB)

Weiterführende Informationen – Microsoft Cluster Server

„Virtualisiertes“ Cluster

In einem „virtualisierten“ Cluster wir die vorhandene Infrastruktur aus der Virtualisierungs-Ebene hochverfügbar implementiert. Ein Mehrwert daraus ist, das man diese Umgebung auch sehr gut für Ausfallszenarien verwenden kann.

Beispiel: VMware High Availability (HA)

Weiterführende Informationen – VMware HA (vSphere)

Ausblick

Im nächsten Artikel werde ich die Möglichkeiten mit dem EASY ENTERPRISE.x ECM-System etwas genauer betrachten.

Rücknahme der Anfechtungsklage gegen Bestellung eines besonderen Vertreters und eines Sonderprüfers

Der EASY SOFTWARE AG mit Sitz in Mülheim an der Ruhr ist heute die Klagerücknahme der vor dem Landgericht Düsseldorf unter dem Aktenzeichen 35 O 61/12 anhängigen Anfechtungsklage zugestellt worden. Die Anfechtungsklage richtete sich gegen die auf der ordentlichen Hauptversammlung am 26. Juli 2012 zu den Tagesordnungspunkten 11 (Beschlussfassung über die Geltendmachung von Ersatzansprüchen der Gesellschaft gemäß § 147 Abs. 1 AktG sowie Bestellung eines besonderen Vertreters zur Geltendmachung von Ersatzansprüchen gemäß § 147 Abs. 2 Satz 1 AktG) und Tagesordnungspunkt 12 (Beschlussfassung über die Bestellung eines Sonderprüfers) gefassten Beschlüsse (vgl. Ad-hoc-Veröffentlichung vom 21. September 2012). Mit der Klagerücknahme ist das Verfahren beendet.

Mülheim an der Ruhr, 23. Juli 2013

EASY SOFTWARE AG
Der Vorstand

Archivierung von Dokumenten – die Informationsdrehscheibe des Unternehmens

Ist die Archivierung von Dokumenten nach über 20 Jahren immer noch ein Thema für Unternehmen? Als Hersteller einer vollumfänglichen Enterprise Content Management Suite (ECM) fragen wir uns dies regelmäßig. Zu spannend erscheinen aktuelle Themen wie elektronische Akten, digitale Geschäftsprozesse, Collaboration oder sogar ECM in the Cloud. Doch wie stellt sich dies aus Kundensicht dar?

Archivierung von Dokumenten aus Sicht der Kunden

Sehr unterschiedlich – das lässt sich mit Gewissheit sagen. Denn es haben längst noch nicht alle Unternehmen mit der Archivierung von Dokumenten begonnen. Von der Mail Archivierung ganz zu schweigen, doch dazu später mehr. Und viele Unternehmen, die heute bereits ihre Dokumente archivieren, sind damit sehr zufrieden. Zu Recht, wie ich bei genauerer Betrachtung feststellen musste. Denn für viele dieser Firmen ist das elektronische Archiv der zentrale Dokumentenpool des Unternehmens. Hier fließen die Belege aus den unterschiedlichen ERP-Systemen – Warenwirtschaft, Bestellwesen, Buchhaltung – zusammen. Hier werden Zeichnungen und Belege für teilweise bis zu 90 Jahre aufbewahrt. Hier wird das Wissen der Unternehmen bewahrt.

EASY ARCHIV –  Das „Tempo-Taschentuch“ der elektronischen Archivsystem

Mit über 11.500 Installationen ist das EASY ARCHIV so etwas wie das „Tempo-Taschentuch“ der Archivsoftware-Hersteller. Natürlich heißt es heute nicht mehr EASY ARCHIV, sondern EASY ENTERPRISE.x Und man kann selbstverständlich wesentlich mehr machen, als nur archivieren. Dennoch sollten wir meiner Meinung nach als Hersteller dieser mächtigen ECM-Suite die schlichte Eleganz des elektronischen Archivs – ohne Workflow, ohne Schnick-und-Schnack – anerkennen.

Elektronische InformationsdrehscheibeArchivierung von Dokumenten

Mir persönlich gefällt das Bild der Informationsdrehscheibe wesentlich besser, als das des dunklen Kellerarchivs. Die Informationsdrehscheibe dient auf der einen Seite der Archivierung von Dokumenten, also Belege, Rechnungen, Office-Dokumente, Zeichnungen, Pläne etc. Auf der anderen Seite stellt sie diese Informationen auch in anderen Anwendungen bereit: So kann z.B. der Service-Mitarbeiter auf Rechnungen oder Pläne direkt aus seiner Service-Umgebung zugreifen, ohne dass er die anderen abteilungsspezifischen Softwareprogramme aus der Fertigung oder Buchhaltung erlernen muss.

Mail Archivierung

Von entscheidender Bedeutung ist heute die Mail Archivierung. Viele E-Mails sind heute geschäftsrelevant und gehören somit auch in das zentrale Unternehmensarchiv. Es darf keine Rolle spielen, ob ein Kunde oder Geschäftspartner per E-Mail, Fax oder Brief den Kontakt gesucht hat. Und der Mitarbeiter in der Buchhaltung muss die Bestellung im Vorgang finden können, unabhängig vom gewählten Kommunikationskanal. Die Mail Archivierung kann jedoch noch mehr: Sie kann den Mail Server entlasten und sie kann – was heute immer wichtiger wird – Compliance Anforderungen unterstützen.

Unternehmen, die sich mit der Archivierung von Dokumenten beschäftigen, gehen den strategisch richtigen Weg, das Wissen ihres Unternehmens zu bewahren und im Sinne der Informationsdrehscheibe verfügbar zu machen. Bei vielen unserer Kunden ist der nächste Schritt die elektronische Akte. Dazu später mehr…

EASY SOFTWARE liefert und implementiert umfangreiche SAP-Archivierung und SAP-ECM-Integration für CasaLuker in Kolumbien.

Exton, PA, 1. Juli 2013. CasaLuker mit Sitz in Bogota, Kolumbien, wurde 1906 gegründet und ist ein führender Kakao-Verarbeiter mit Niederlassungen in Belgien, Russland, Panama und Ecuador.
Die ECM-Lösung EASY ENTERPRISE.x wurde komplett in die SAP-Infrastruktur von CasaLuker integriert. So konnte zum einen das SAP-System entlastet und seine Performance verbessert werden. Zum anderen wurde die Funktionalität für die Anwender verbessert: Der Zugriff auf SAP-nahe Dokumente wie Belege und Rechnungen ist nun wesentlich vereinfacht.
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„Wir freuen uns, dass sich CasaLuker für unsere Lösung  entschieden hat, um ihre SAP-Daten und Dokumente zu verwalten. Diese Dokumente sind für das Unternehmen von strategischer Bedeutung: Nicht nur als Dreh-und Angelpunkt des Tagesgeschäfts, sondern auch um die langfristige Compliance-Strategie zu sichern“, kommentiert Marcus Rex, Geschäftsführer der EASY SOFTWARE INC. „Dass das kolumbianische Unternehmen uns für dieses geschäftskritische Projekt beauftragt hat zeigt wieder einmal, dass man uns zutraut, weltweit ECM-Lösungen auszurollen und zu supporten.“