Datenflut: Von Amerika lernen… wie es nicht geht?

Amerikanische Unternehmen ertrinken immer häufiger in Content – auch und insbesondere in Datenfluten, die das Internet of Things (IoT) produziert. Das ist das Ergebnis einer kürzlich veröffentlichten Marktstudie der AIIM (Association for Information and Image Management).

Die gute Neuigkeit für alle, die gerne einmal einen Blick über den großen Teich werfen: Die Studie belegt, dass die meisten Firmen jenseits des Atlantiks das Management von Inhalten und Dokumenten inzwischen als überlebenswichtig erachten. Viele von ihnen arbeiten daran, die Kontrolle über ihren Content zurückzugewinnen.

 

Ein Unternehmen – viele Systeme

Allerdings gibt es, sagen wir mal, „Reformbedarf“: Mehr als jedes zweite Unternehmen betreibt drei oder mehr Systeme für Content-, Vertrags- und/oder Dokumentenmanagement. 22 Prozent gaben zu Protokoll, sogar fünf oder mehr unterschiedliche Systeme unterschiedlicher Hersteller installiert zu haben.

Ergibt das Sinn? Man könnte mit einiger Berechtigung argumentieren, dass integrierte Lösungen den Pflegeaufwand und die Kosten deutlich minimieren, die Zahl der Schnittstellen reduzieren, die Interoperabilität verbessern und die Ausfallsicherheit positiv beeinflussen. Oder schlicht die These aufstellen, dass historisch gewachsene Lösungen und Landschaften mit dem Content-Aufkommen der Zukunft nicht mehr werden schritthalten können.

 

Angst vor Ausfall weit verbreitet

Zumindest das Ausfallrisiko scheint als Argument zu stechen, legt es doch den Finger in die Wunde: Nur eine Stunde Downtime – schätzt jedes Dritte befragte Unternehmen – würde erheblichen Schaden verursachen. Bedenkt man, dass es umso schwerer ist, eine Ausfallursache auszuschalten, je heterogener das Gesamtsystem ist, kommt man schon einmal ins Grübeln. Denn eine Stunde ist nicht lang…

Immerhin: Der Groschen scheint gefallen zu sein. Mehr als die Hälfte der Befragten strebt die Einführung einer zentralen und multifunktionalen Suite aus einer Hand an. Und zwölf Prozent haben dieses Ziel bereits erreicht. Das ist doch schon einmal etwas.

 

Und wie ist es in Ihrem Unternehmen?

Bleibt die Frage, wie es um Deutschland bestellt ist? Wie viele unterschiedliche Systeme betreiben Unternehmen hier parallel? Zwar fehlt derzeit das Zahlenmaterial für den stichhaltigen Vergleich, jedoch: CIOs und Unternehmenslenker tun mit Sicherheit gut daran, sich diese Frage selbst einmal zu stellen. Die Antwort könnte überraschend und hilfreich zugleich ausfallen.