Wow oder Wahnsinn? Mehr Dinge als Menschen

Es könnte eng werden im Internet of Things (IoT): Experten des Analysehauses Gartner sagen für dieses Jahr eine „Population“ von 8,4 Milliarden Geräten voraus, die über das Internet kommunizieren. Kaffeemaschinen, Fitness-Armbänder, Kühlschränke, natürlich die ganzen industriellen Anwendungen – sie alle bevölkern längst die Technosphäre. Zum Vergleich: Aktuell sind wir rund 7,5 Milliarden Menschen auf der Erde. Und nicht einmal die Hälfte davon ist laut Weltbank online.

 

20 Milliarden bis 2020

Der Trend soll sich zugunsten der Geräte fortsetzen und sogar beschleunigen, sagen die Analysten. 2020 sollen mehr als 20 Milliarden vernetzte Geräte existierten. Laut aktuellen Schätzungen der Vereinten Nationen bewegt sich die Weltbevölkerung zu diesem Zeitpunkt noch unter der 8-Milliarden-Marke.

 

Die meisten Geräte kommen im privaten Bereich zum Einsatz. Hier ist das Wachstum am stärksten. Doch starke Zuwächse gibt es auch im gewerblichen und industriellen Segment. Das Ganze ist ein Riesenmarkt: Fast zwei Billionen Dollar setzen Hersteller laut Gartner schon heute weltweit mit den Geräten und den jeweiligen Software-Dienstleistungen um.

 

Daten, Daten, Daten …

Die inhärente Logik der Entwicklung: immer mehr Daten. Längst leben wir im Zettabyte-Zeitalter: 2016 flossen eine Billion Terabytes bzw. eine Trilion Gigabytes durch das Internet. Das klingt schon kaum noch vorstellbar und dürfte dennoch lange nicht das Ende der Datenflut sein. Für die Hersteller der internetfähigen Geräte und – falls nicht identisch – für die Diensteanbieter, die die Geräte nutzen, um ihren Kunden Services zu verkaufen, bedeutet das vor allem eines: Die Datenflüsse und die gegebenenfalls durch diese Flüsse ausgelösten Geschäftsprozesse gilt es zu kanalisierten, zu dokumentieren und transparent zu archivieren.

 

Klassische Geschäftsprozesse, angestoßen im IoT

Gucken wir uns doch mal den im Kontext des IoT gerne angeführten Kühlschrank an, der selbsttätig Milch, Eier und Co. nachbestellt. Bestellung? Lieferung? Abrechnung? Kommt uns irgendwie bekannt vor. Klassische Geschäftsprozesse – im Internet of Things. Ob der Auslöser des Prozesses eine Maschine ist oder ein Mensch, dem digitalen Workflow ist das völlig egal. Den Anbietern von Serviceleistungen kann es das auch sein – vorausgesetzt, sie haben einen Workflow, der leistungsfähig genug ist. Denn eines ist klar: Die Zahl der Anforderer und Besteller dürfte wachsen, und wachsen, und wachsen…