Exklusiv informieren wir Sie auf der Zeche Zollverein darüber, wie Sie Prozessabläufe in Ihrem Unternehmen richtig digitalisieren.

Digitalisierung und die Frage nach der richtigen Strategie

„Das Internet ist für uns alle Neuland“. Ein Satz, den Bundeskanzlerin Angela Merkel auf einer Pressekonferenz zum Staatsbesuch des damaligen US-Präsidenten Barack Obama vor rund vier Jahren gesagt hat. Im Kontext von Datensicherheit und Digitalisierung schwirrt er bis heute als Kalauer durch das Internet. Ganz gleich, ob man nun eher Spott oder Verwunderung über diese Aussage einer Regierungschefin verspürt – ein Funken Wahrheit scheint auch im Jahr 2017 darin zu stecken. Dies jedenfalls legt einer Studien zu den Hamburger IT-Strategietagen 2017 nahe.

 

Marty McFly lässt grüßen

Fliegende Autos, Bezahlung per Fingerabdruck, VR-Brillen, Schuhe mit selbstschließendem Schürmechanismus, schwebende Hoverboards und Kleidung, die sich auf Knopfdruck den Körpermaßen anpasst – der Filmklassiker „Zurück in die Zukunft II“ offenbarte den Kinogänger vor 28 Jahren eine Zukunft, in der sich ein technologischer Wandel vollzogen hat. Auch wenn die Zukunftsvorstellungen der Drehbuchautoren nicht in der gesamten Bandbreite Realität geworden sind, so kamen sie den Auswüchsen des digitalen Wandels im 21. Jahrhundert in Teilen recht nahe. In diesem Kontext sei die ketzerische Frage gestattet: Wenn Hollywood bereits 1989 ein relativ präzises Bild der Digitalisierung im Jahr 2015 prophezeien konnte, wieso können sich dann Unternehmen von der Digitalisierung „überrumpeln“ lassen?

 

Spare nie an einer guten Strategie…

Aufgrund der digitalen Disruption laufen zahlreiche Marktführer Gefahr, ihre Spitzenposition einzubüßen. So lautet eine Aussage, die sich aus der qualitativen Forschungsstudie zu den Hamburger IT-Strategietagen 2017 ableitet. Lediglich ein Drittel aller Unternehmen, die zu der Grundgesamtheit der Studie zählen, setzen die digitale Transformation mit diversen Digitalisierungsprojekten um. Über eine explizite Digitalisierungsstrategie verfügen nur etwas mehr als die Hälfte aller befragten Firmen. Interessant hierbei: Während 41 Prozent der großen Unternehmen (ab 10.000 Mitarbeiter) das Thema Digitalisierung bereits mit einer detaillierten Strategie begegnen, verfügen insgesamt knapp 38 Prozent der befragten Unternehmen über keine Digitalisierungsstrategie.

 

Über diese „Wassergräben“ müssen Unternehmen springen

Wäre die digitale Transformationen in Unternehmen mit einem Hürdenlauf gleichzusetzen, dann ließen sich zwei besonders breite Wassergräben erkennen. Zum einen geben 50 Prozent der IT-Verantwortlichen zu Protokoll, dass bei einzelnen Mitarbeitern ein mangelndes Bewusstsein für den digitalen Wandel vorherrscht und zum anderen sagten rund 48 Prozent der Befragten, dass es an Know-how, respektive Digitalisierungs-Skills fehlt.

 

Der Schlüssel zum Erfolg

Wer sich die Ergebnisse der Studie zu den Hamburger IT-Strategietagen einmal zu Gemüte führt, der kommt um eine Erkenntnis nicht herum: Die Digitalisierung fordert Unternehmen jeder Branche und Größe heraus und nur die wenigsten halten sich selbst für die Digitalisierung rundherum aufgestellt. Die Aneignung digitaler Skills, die Einführung moderner Methoden der Digitalisierung und die Implementierung der passenden Technologien – die Palette an Herausforderungen ist umfangreich. Und der Schlüssel zum Erfolg? Laut den Befragten eine agile Entwicklung von Anwendungen sowie Jobrotation und Trendscouting.

 

Zwischen Neuland und „Zurück in die Zukunft“

Das Thema Digitalisierung ist nicht nur in der IT-Welt omnipräsent, sondern nimmt auf alle gesellschaftlichen Handlungsfelder Einfluss. Dabei stehen Unternehmen weder komplett am Anfang und erkunden voller Neugier die soeben entdeckte Welt, noch ist die Fahnenstange der Digitalisierung erreicht. Wir befinden uns vielmehr an einer Weggabelung. Unternehmen sind momentan in unterschiedlichen Stadien dabei, die Zeichen der digitalen Zeit zu erkennen und auf der Suche nach den passenden Methoden, um die Herausforderungen der Digitalisierung auf höchstem Niveau zu begegnen.

 

Chance und Arbeit zugleich: Individualität

Bedeutet im Umkehrschluss jedoch auch: Patentrezepte gibt es nicht. Jedes Unternehmen muss sich den Herausforderungen der Digitalisierung individuell stellen – in puncto Tempo, Maßnahmen und Intensität. Hinzu kommen wesentliche Parameter wie Unternehmensgröße oder Branche. Die gute Nachricht aber lautet: Es gibt auf fast alle Fragen zur Digitalisierung Antworten, Tools und Lösungen – aber eben nur auf Basis einer klaren und passenden digitalen Unterenhmensstrategie.