Clever digitalisieren: Das nächste Projekt bezahlt das Land

Der deutschen Wirtschaft geht es ja grundsätzlich gut, oder? Laut einer aktuellen Einschätzung von KPMG betrug das Wachstum im vergangenen Jahr etwa 1,9% und damit so viel wie seit 2011 nicht mehr. Dazu sinkt die Arbeitslosenquote stetig und der Geschäftsklimaindex steigt kontinuierlich. Alles gut also?

Nicht ganz: Immer wieder höre und lese ich von Unsicherheiten in Bezug auf die Zukunft. Und da ist ja auch was dran: Die derzeit recht günstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen – die Geschichte zeigt es immer wieder – sind nie von Dauer und schon gar nicht für die Ewigkeit. Gerade Unternehmen können dennoch in einer solch guten Phase in Versuchung geraten, Prozesse im Unternehmen vorübergehend zu vernachlässigen, bzw. deren Anpassung zu verschieben.


Keine Glaskugel aber…

Verständlich aber unvernünftig, denn auch wenn ich keinen Blick in die Glaskugel werfen kann, ist angesichts unserer globalisierten Welt zumindest klar, dass nicht nur die Rahmenbedingungen im Mikrokosmos eines Unternehmens sondern auch im globalen Markokosmos erheblichen Einfluss nehmen können. Und wer bitteschön kann diese Faktoren schon komplett steuern?


…Trump, Brexit, Türkei

Beispiel gefällig? Die Zinswende in den USA wurde durch die Federal Reserve eingeleitet. Und überhaupt: Wie geht die neue amerikanische Regierung in Ihrem Protektionismus weiter. Zudem brauchen wir nicht nur über den großen Teich schauen. Der Ärmelkanal reicht schon. Welche weiteren Auswirkungen wird der Brexit auf Europa, auf Deutschland und auf den Wettbewerb haben? Deutsche Exporte sind immerhin schon deutlich teurer geworden. Russland? Türkei? Was geschieht?


Unternehmen sollten reagieren

Eine naheliegende Schlussfolgerung: Mittelständische Unternehmen sollten sich in guten Zeiten besonders auf mögliche Krisen und immer härter werdenden Wettbewerb, national wie international, vorbereiten. Je effizienter und günstiger Unternehmen arbeiten können, desto besser sind sie auf Schwankungen vorbereitet und können Maßnahmen ergreifen um in schweren Zeiten stabil oder wachsend zu bleiben.


Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld?

Das Land NRW und auch Bayern hat sich dazu etwas einfallen lassen. Sie unterstützen kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) unter bestimmten Bedingungen bei der Digitalisierung. NRW etwa bietet eine Förderinitiative „Innovationsgutschein Digitalisierung“ an, die Firmen Zuschüsse in Höhe von bis zu 25.000 Euro zukommen lässt. Eine Innovationsförderung von bis zu 80% der Projektkosten ist möglich. Interessierten Firmen können einen Gutschein beim NRW Wissenschaftsministerium beantragen.

KMU können in Kooperation mit Forschungseinrichtungen und anderen Kompetenzträgern unternehmerische Potentiale durch die Digitalisierung identifizieren und realisieren. Eine ebenso sinnvolle wie konstruktive Aktion seitens der Politik, wie ich finde. Das ist im Zusammenhang mit der Digitalisierung der Wirtschaft ja nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit.

Im Übrigen ahnen Sie sicherlich schon, wer Sie bei Ihrer Digitalisierung optimal unterstützen kann, oder? Melden Sie sich gerne bei mir: sascha.loewer@easy.de.