„Schmerzpunkte sind die Treiber, Strategien die Medizin.“

Auf der EASY WORLD 2017 feierte die Innovation Lounge ihre Premiere als Forum für die digitale Transformation von Unternehmen. Wie geht das überhaupt? Worauf ist zu achten? Warum eine digitale Agenda? Über diese und andere Fragen sprachen Thomas Cziesla und Gottfried Oster von der EASY Strategieberatung beyond mit vielen Besuchern der Innovation Lounge. Worum ging es noch?

 

Hallo Thomas, hallo Gottfried. Wie fällt euer Fazit zur Innovation Lounge aus?

Thomas: Die Gespräche haben uns gespiegelt, wie wichtig das Thema ist. Es betrifft so gut wie jeden, und das nicht erst in einem Monat oder einem Jahr, sondern heute. Offenbar ist der Weg zur digitalen Transformation ein Thema, das viele Unternehmen bewegt. Insoweit hätten wir uns in der Lounge noch etwas mehr Resonanz gewünscht.

Gottfried (lachend): Die kam auf jeden Fall zu unseren ockerfarbenen Schuhen…

Was hatte es denn damit auf sich?

Thomas: Wir wurden schon lange nicht mehr so beneidet, von wegen bequemes Schuhwerk. Die Sneakers sind kein Protest gegen die Kleiderordnung der EASY WORLD oder gar ein Appell, zur Turnschuh-Administration zurückzukehren…

… sondern?

Thomas: Die Sneakers symbolisieren aktuelle Megatrends – hier, wenn man so will, die Möglichkeiten individualisierter Produkte innerhalb der Massenproduktion, etwa mittels 3D-Druck. Wir haben uns die Schuhe kurzentschlossen selbst designt und ganz bewusst die Farbe unseres beyond Auftritts dafür ausgesucht.

So wird natürlich ein Schuh daraus… Gab es zentrale Diskussionspunkte in der Innovation Lounge?

Thomas: Zunächst einmal war die Innovation Lounge ein Angebot, eine Einladung mit uns in den Dialog zu kommen und zu diskutieren. Zum Thema Digitalisierung existiert eine Unmenge an Studien. Wenn man die übereinanderlegt, haben Ende 2017 drei Viertel aller Unternehmen eine digitale Agenda.

Deckt sich das mit euren Eindrücken?

Thomas: Natürlich hatten unsere Gesprächspartner Strategien und Ideen für die Zukunft. Dort wurde der Wandel deutlich. Doch es geht um mehr. Es geht neben dem eigenen Produktportfolio um Veränderung in der Gesellschaft, im Verhalten von Mitarbeitern bei den Kunden. Es gibt weitere Hürden der digitalen Transformation, die mit Strukturen und dem daraus resultierenden Verhalten von Mitarbeitern zu tun haben. Und es geht darum, dass die Geschwindigkeit der Veränderung weiter zunimmt.
Daher braucht es nach unserem Verständnis für alle Mitarbeiter und alle Entscheidungen eine Basis und einen Handlungsrahmen. Das nennen wir eine digitale Agenda. Diese muss dann aber auch formuliert und allen Mitarbeitern bekannt sein.

Welche Frage stand zentral im Mittelpunkt?

Thomas: Ganz klar: Wie bekomme ich Projekte in eine Strategie eingebettet? Anders formuliert: Projekte finden natürlich weiterhin vor allem dort statt, wo der Handlungsbedarf am größten ist – aber eben oft nicht eingebettet in eine digitale Agenda. Ein konkretes Beispiel lässt sich so formulieren: Wie schaffe ich Voraussetzungen dafür, nicht nur den einzelnen HR-Prozess (z.B. einen Onboarding-Prozess) zu sehen? Wie stelle ich mich als Unternehmen so auf, dass es grundsätzlich leichter fällt, HR-Prozesse anzupassen und zu optimieren – indem ich Automatismen einbaue und für die Mitarbeiter leichter erreichbar mache?

Um den Prozess der digitalen Transformation zu verdeutlichen, arbeitet ihr mit einer Grafik?

Gottfried: Ja, die Verbildlichung der „digitalen Agenda“. Sie zeigt trotz des hohen Komplexitätsgrades sehr gut, wie ein traditionelles Unternehmen den Weg zu einem digital vernetzten Unternehmen meistert. Hierbei ist die Standortbestimmung – wo stehe ich gerade mit einem Unternehmen (Beginner, Explorer, …)? – eine wesentliche Voraussetzung. Sie dient dazu, unter Beachtung der Trends und dem Verhalten des Unternehmens genau festzulegen, wie die digitale Transformation gestaltet werden muss.

Ist es denn überhaupt möglich, hierauf eine eindeutige Antwort zu geben?

Gottfried: Wir denken ja. Die wichtigsten Treiber sind neben dem Tempo, mit dem neue Herausforderungen auf uns zu kommen, Flexibilität und Agilität, um diese umsetzen zu können. Unserer Einschätzung nach passt die EASY Cloud Platform genau in diese Anforderungen hinein. Sie hat das Potenzial, komplexe Unternehmensstrukturen zu verbinden und flexibel auf schnelle Prozessänderungen zu reagieren.

Warum habt ihr euren Auftritt eigentlich beyond genannt?

Gottfried: beyond lässt sich sinngemäß mit „darüber hinaus schauen“ übersetzen. Das bringt das Thema nach unserem Verständnis gut auf den Punkt. Thomas hat ja vorhin das Beispiel aus dem Bereich HR genannt. Es reicht für eine erfolgreiche digitale Transformation eben nicht, sich einen einzelnen Vorgang anzusehen. Vielmehr geht es um das große Ganze – sprich: Um darüber hinaus zu schauen, muss man oftmals einen Schritt zurücktreten. beyond setzt an der Unternehmensstrategie und deren Zielen an. Wir nutzen die digitale Agenda als Handlungsrahmen für die digitale Transformation. Und hier haben wir als EASY starke Antworten.

Was ist bei dir zur Innovation Lounge am stärksten haften geblieben?

Gottfried: Alle Besucher, die bei uns waren, hatte großes Interesse an dem Thema. Das hat uns darin bestätigt, dass das Thema eine immense Relevanz besitzt. Das war sehr erfreulich. Auch fühlen wir uns bestätigt, gemeinsam mit den Unternehmen zukunftssichere Ansätze zu entwickeln. Das bedeutet allerdings auch, flexibel zu bleiben, um mit der wachsenden Geschwindigkeit Schritt halten zu können. Unsere Einladung lautet daher: Nutzen Sie uns, damit Sie Digitalisierung nicht nur erleben, sondern aktiv für Ihr Unternehmen gestalten.