Internet of Things und ECM

IoT und ECM – mehr Daten zu erwarten!

Die ECM-Branche stellt sich neuen Herausforderungen. Grund: Die Anzahl der Daten und Content generierenden Applikationen wächst stetig. Einer IDC-Studie zu Folge soll sich bis 2025 das Quantum der weltweit erzeugten Datenmenge verzehnfachen – unternehmensseitig wohlbemerkt und nicht von Privatanwendern. Ein Fall für das ECM-Business? Mit Sicherheit. Was erwartet uns, wohin geht die Reise und woher stammen all die Daten?

Service-Apps und Enterprise Content Management

Seit geraumer Zeit bereichern Service-Apps das ECM-Geschäft. Clientseitig stabile Software Development Kits (SDKs) machen die Entwicklung solcher Service-Apps möglich. Und dies umso mehr, sobald diese darüber hinaus noch an über einen Adapter „in the Cloud“ mit den ERP-Systemen der Wahl kommunizieren. Stabile Schnittstellen – auf den Clients und in der Cloud – so gelingt die Entwicklung und Implementation von sogenannten Service-Apps quasi im Handumdrehen. So weit, so gut.

Bis hierhin sind wir mit unseren Produkten gut aufgestellt. Viele Kunden haben aus den technischen Neuerungen der letzten Jahre schon Vorteile gezogen – siehe dazu nur zwei Beispiele: die cloudbasierte Field-Service-App und Content-Services via Apps. Die sichtbarste Neuerung liegt im wahrsten Wortsinne auf der Hand: Service-Techniker rücken heute mit einem Smartphone, einem Tablet oder anderen Handheld-Devices zur tagtäglichen Arbeit aus. Mehr Daten sind den ECM-Systemen gewiss.

The next step: Internet of Things

Der nächste Schritt zeichnet sich aber schon jetzt ab. Heute kommunizieren IoT-Geräte bereits mit ihrer Umwelt: Wearables, LEDs, Heizungsteuerungen und vieles andere mehr. Aus dieser Sicht erscheint die spekulative Aussage der IDC, dass bis 2025 jeder Mensch auf der Welt, der über einen Internet-Zugang verfügt, im Schnitt 4.800 Mal jeden Tag mit vernetzten Geräten interagiert, nicht unwahrscheinlich zu sein. Gerade für Unternehmen gewinnen Technologien der Protokollfamilien rundum Bluetooth, Zigbee, Z-Wave, 6LowPan etc. zunehmend an Bedeutung – hier steht die drahtlose Kommunikation im Vordergrund.

IoT-Beispiele aus Konsumentensicht

Zwei Beispiele an dieser Stelle aus Konsumentensicht: Jeder kennt großräumige Supermärkte mit Vollsortiment. Man stelle sich vor: Auf meiner dazugehörigen App stelle ich meine Einkaufsliste zusammen und beim nächsten Besuch des Supermarkts zeigt mir die App den Weg zu den einzukaufenden Produkten – die Navigation verläuft per Bluetooth-Beacons. Suchen war gestern. Ein anderes Beispiel: Ich möchte einen Ort besuchen, weiß aber nicht, ob es sich vom Besucheraufkommen lohnt – zum Beispiel eine Bar oder ein Fitnessstudio. Die App sagt es mir; die Daten entstehen dabei aus der Anzahl der Besucher mit aktiviertem Bluetooth.

IoT-Beispiele aus Unternehmenssicht

Natürlich lassen sich mit den oben genannten Service-Apps nicht nur Dokumente bearbeiten. Die Hardware beherrscht die gängigen IoT-Protokollfamilien der drahtlosen Kommunikation – und so nimmt es einen nicht wunder, dass dies auch bereits heutzutage die verbreitete Praxis in Unternehmen darstellt.  Wieder zwei Beispiele dazu:  Den Status von vernetzten Maschinen via Bluetooth auszulesen, stellt heute kein Problem mehr dar. Der Service-Techniker ist also in der Lage, mit der passenden App sämtliche über Sensoren ermittelte Daten abzurufen. Der Möglichkeiten sind wieder einmal keine Grenzen gesetzt: Ob der Service-Techniker nur den Health-Zustand einer Maschine ausliest oder nur schaut, wie oft eine Tür geöffnet wurde – Sensoren für alle möglichen Fälle existieren. Um ein konkretes Beispiel zu nennen: Die Dokumentation von Ernte- und Transportwegen per Bluetooth-Beacons. Und nicht ohne Grund nimmt also SAP mit dem Produkt SAP Leonardo die IoT-Welt in den Blick. Mehr Daten sind den ECM-Systemen gewiss.

Fazit

Die Zahl der Daten generierenden Quellen wächst also ungemein. Mit EASY SPIRIT und der EASY CLOUD PLATFORM verfügen wir über zukunftsweisende Werkzeuge, um diesen Daten Herr zu werden. Eine schnelle und flexible App-Entwicklung mit Anbindung zur ERP-Business-Logik ist möglich – gleich, was die Quelle der Daten sein mag.