Digitale Transformation, HR Prozesse non SAP, HR Prozesse SAP

Schöne neue Arbeitswelt -Trends für die Zukunft der Arbeit

„New Work“, „Digital Workspace“, „agiles Arbeiten“ – um keinen anderen Bereich tummeln sich aktuell so viele Schlagwörter wie um die Zukunft der Arbeit. Was ist dran? Läuft man Hypes hinterher oder wird sich die Art zu arbeiten durch die Digitalisierung nachhaltig verändern? Drei Thesen zur digitalen Arbeitswelt. Mit kostenlosem Whitepaper am Ende des Artikels.

1. Mobiles Arbeiten vs. Büro: Lasst die Mitarbeiter wählen

Obwohl es in der öffentlichen Diskussion den Anschein macht, wird das Arbeiten von zu Hause aus nicht per se zum Alltag von Arbeitnehmern. Aktuell lassen vier von zehn Unternehmen (39 Prozent) in Deutschland ihre Mitarbeiter teilweise oder ganz, mobil arbeiten. Während es bis 2008 einen stetigen Zuwachs gab, geht die Anzahl der im Homeoffice sitzenden Arbeitnehmer laut dem deutschen Institut für Wirtschaft seitdem wieder zurück. Statt also auf starre Lösungen zu setzen, sollte es im Unternehmen vielmehr darum gehen, den Arbeitnehmern eine variable und flexible Arbeitsumgebung zu ermöglichen. In Zeiten der Digitalisierung sollten Unternehmen möglichst vielen Arbeitsplatzmodellen gerecht werden, welche die Kreativität fördern und auch Rückzugsräume bieten.

2. Agiles arbeiten auf Knopfdruck?

Ursprünglich aus der Softwareentwicklung entstanden, haben agile Projektmanagement-Methoden wie Scrum und Kanban als „Wundermittel“ mittlerweile Einzug gehalten in anderen Unternehmensbereichen. Nüchtern betrachtet kann Agilität nicht alle Probleme lösen, sie kann diese aber durchaus sichtbar machen und Flexibilität im digitalen Wandel fördern.

Was ist zu beachten, wenn man Agilität im Unternehmen einführen möchte?

Agiles Arbeiten erfordert zunächst einmal ein radikales Umdenken in der Unternehmenskultur, von hierarchischen Strukturen zu mehr Eigenverantwortung. Besonders wichtig dabei ist, dass Mitarbeiter und Führungskräfte ihre Arbeit ständig reflektieren. Dazu ist eine gute Portion Kritikfähigkeit nötig. Irrtümlicherweise verwechseln Mitarbeiter die Abschaffung von klassischen Hierarchien im Unternehmen oft mit Narrenfreiheit. Dabei bedeutet Eigenverantwortung gerade in agilen Teams: Verantwortung übernehmen, für das Team und das gemeinsame Ziel. Bis agile Methoden ihre Wirkungskraft im Unternehmen entfalten, braucht es also viel Offenheit, Kommunikation und vor allem Zeit.

3. Digitalisierung verändert die Arbeit und fördert lebenslanges Lernen

Jahrzehntelange Unternehmens-Karrieren werden heutzutage immer seltener. Das hat zweierlei Gründe. Zum einen haben Arbeitnehmer aufgrund von Fachkräftemangel in manchen Branchen, die Möglichkeit, das jeweils bessere Angebot zu wählen und verbinden einen Jobwechsel oft mit einem Aufstieg auf der Karriereleiter oder auch mit einer Neuausrichtung in der Wirtschaft. Zum anderen sehen sich Berufseinsteiger heute damit konfrontiert, teilweise jahrelang von einem befristeten Verhältnis zum nächsten zu stolpern. Durch die fehlende Sicherheit und den gleichzeitig gestiegenen Möglichkeiten sinkt die Loyalität der Mitarbeiter zum Unternehmen. Das führt wiederum dazu, dass Arbeitnehmer sich in einer digitalen Arbeitswelt stetig weiterqualifizieren und zu Experten-Karrieren tendieren, anstatt die klassische Karriereleiter in einem einzigen Unternehmen hochzuklettern.

Was bedeutet das nun für Unternehmen? Lebenslanges Lernen wird in einer digitalisierten und schnelllebigen Welt immer wichtiger. Auf stetigen Wandel müssen sich die Arbeitnehmer einstellen, die flexibel und offen bleiben sollten, aber auch die Unternehmen, die eine offene Unternehmenskultur vorleben. Es gilt, nicht nur geeignete Talente zu finden, sondern sie auch für die Digitalisierung fit zu machen und stetig weiter zu qualifizieren.

Fazit – Was kann die HR-Abteilung für zukünftiges Arbeiten tun?

Waren Personalabteilungen noch nicht vor allzu langer Zeit bloße Sachbearbeitungsstellen für Lohnabrechnungen, sind sie durch die sich ständig veränderten Anforderungen in der digitalen Arbeitswelt mehr denn je gefragt, das Wesen der Arbeit mitzugestalten und strategisch weiterzuentwickeln. Gerade im digitalen Wandel gilt es, digitale Kompetenzen bei Mitarbeitern zu fördern und im „war for talents“ durch optimales Recruiting herauszustechen. Die Konkurrenz schläft bekanntlich nicht: Je besser die Personalabteilungen auf den digitalen Wandel eingestellt sind, desto wahrscheinlicher ist ein nachhaltiger Unternehmenserfolg.

HR-Software wie die digitale Personalakte oder Self-Services für Mitarbeiter und Führungskräfte können dabei helfen, die manuellen und zeitfressenden Routinetätigkeiten in der HR-Abteilung auf ein Minimum zu beschränken, damit Sie sich den wesentlichen Aufgaben wie der strategischen Personalentwicklung widmen können.

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Über den Autor
Thomas Meysel
ist seit Juni 2016 Produktmanager für EASY-Anwendungen. In seiner Freizeit reist er als leidenschaftlicher Hobbykoch und Autor von Kochbüchern über die ostafrikanische Küche. Sind die Kochergebnisse erfolglos, reduziert er seine Frustration darüber, indem er ins Fußballstadion von Borussia Dortmund geht.
Thomas Meysel
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