Digitale Transformation

World Backup Day: Lieber ein Backup zu viel als zu wenig

Desktop-PCs, Laptops, Smartphones, Digitalkameras – fast jeder besitzt und nutzt diese Geräte, auf denen wir tagtäglich Daten speichern. Urlaubsfotos, wichtige Notizen, Dokumente, Kalender, Kontakte und dergleichen mehr. Oft besitzen diese Daten einen starken persönlichen Wert, der sich nicht monetär bemessen lässt. Wäre doch schade, wenn diese Nutzdaten durch einen Fehler verlorengingen. Und mit einem derartigem Fehler muss man rechnen. Jederzeit – und meistens unerwartet. Grund genug, anlässlich des kommenden „World Backup Days“ am 31.03. noch einmal ein paar Worte zum Thema Backups zu verlieren?

Daten verloren im Datenorkus

Das war vorletztes Jahr im Mai – und auf einmal ließ sich der heimische PC nicht mehr booten. Ein Hardware-Fehler oder das Dateisystem war korrupt. Folge: Die Nutzdaten waren verloren im Datenorkus – mitsamt der großen Fotosammlung namens Urlaubserinnerungen. So schnell kann das gehen. Und ein Backup existierte nicht. Was tun? Auf zum Spezialisten in Sachen Datenrettung – ja, kein Problem, sagte jener. Aber der dafür aufgerufene Preis ließ einen doch zögern.

Macht Backups!

Obige Erfahrung kann jeden treffen. Also: lieber eine Datensicherung zu viel als gar keine. Grund und Zeit, sich über eine grundlegende Datensicherung Gedanken zu machen.

Vor welchen Gefahren soll ein Backup eigentlich schützen?  

  • Dateien versehentlich gelöscht 
  • Hardwarefehler 
  • Dateisystem korrupt 
  • Diebstahl 
  • Lokale Katastrophen, wie z.B. Wohnungsbrand, Überschwemmungen etc.

Ganz grundsätzlich besteht ein Backup aus den Kopien der ursprünglichen Originaldateien. Dazu benötigt man einen externen Datenträger, auf den die Dateien schließlich kopiert werden. Eine externe Festplatte zum Beispiel, eine zweite interne Festplatte oder zur Not auch ein USB-Stick. 

Aber offensichtlich reicht das noch nicht – bei „lokalen Katastrophen“ helfen externe Datenträger nicht. Die bequemste Option, dieses Problem zu lösen: Diese Daten lassen sich auch über einen Online-Service im Netz speichern; da wären dann üblichen Verdächtigen, wie zum Beispiel Dropbox, OneDrive, Google Drive etc. Ein Nachteil haben diese Lösungen: Die privaten Daten liegen dann bei einem kostenlosen Dienstleister.

Das grundlegende Backup

Zunächst muss man sich im Klaren darüber sein, in welchem zeitlichen Intervall man seine Daten sichern will. Denn: Alles läuft zunächst auf ein manuelles Anlegen der Backups hinaus. Hier muss jeder selbst entscheiden, inwieweit man das durchhält. Eine gewisse Disziplin ist also nötig.

Sehr schnell ist klar: das kostet Zeit und Mühe. Mal angenommen, es liegen 14 Tage zwischen den Datensicherungen, weil man eine zeitnahe zweite Sicherung vergessen hat – und erst am 16. Tag sichert man endlich die Daten. In der Regel wird man die einfache Variante wählen und die entsprechenden Ordner von A nach B kopieren. Folge: Man kopiert alle alten und neu hinzugekommenen Daten erneut. Und das dauert.

Grundlegende Backups erstellen: Automatisiert, differenziell oder inkrementell?

Ein automatisiertes Backup ist genau das, was jeder haben möchte. Dazu gibt es viele kostenlose Programme, in denen man sowohl das zeitliche Intervall der Sicherungen einstellen und auch die Art der Datensicherung bestimmen kann. Was man möchte, ist, dass nur die Daten, die seit der ersten Datensicherung neu hinzugekommen oder verändert worden sind, gesichert werden. Das spart Zeit. Einen Überblick über verschiedene Arten der Datensicherung findet man hier. Wichtig: Auch ein Backup will getestet werden. Also das erste Backup am Besten ruhig einmal auf einen anderen Pfad der Festplatte zurückspielen und schauen, ob alle Dateien wohlbehalten angekommen sind.

Fazit:

Setzt man auf externe Speichermedien oder Online-Backups und führt seine Backup-Strategie regelmäßig durch, dann stehen die Chancen nicht schlecht, seine Daten nicht zu verlieren. Wichtig: Die hier beschriebenen Optionen stellen nur einen grundsätzlichen Weg zur Datensicherung dar. Richtig schick wird es erst, wenn man die Möglichkeiten moderner Dateisysteme, wie z. B. Zfs oder Btrfs nutzt: Automatisiert Snapshots vom Dateisystem anlegen, für jede Datei Prüfsummen anlegen, auf dass das Dateisystem dann über korrupte Dateien etc. informieren kann. Aber das ist für den durchschnittlichen Endnutzer noch Zukunftsmusik; er muss vermutlich solange warten, bis diese Techniken in verbreitete Betriebssystem Einzug halten. An den zusätzlichen Speichermedien führt dennoch kein Weg vorbei.

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